“Guten Tag. Nadine A. hier. Ich hätte gerne zwei Überweisungen. Eine für den Hautarzt und eine für den Orthopäden… Kann ichs nachher gleich abholen? Um halb 5? Das wär klasse. Ja - ich weiß, ich bringe die 10 Euro dann mit. Danke schonmal.”
Einfach gleich zum passenden Spezialisten gehen, das geht ja heutzutage gar nicht mehr- Wer will schon jedes mal 10 Euro Praxisgebühr bezahlen? Anlaufstelle ist also in den meisten, nicht aktuen Fällen ersteinmal der Hausarzt, der einem oft die selbe Diagnose mitteilt, die man sich selbst auch schon zusammengegoogelt hat. “Sie haben Akne” - Ach echt?? “Hier die Überweisung zum Hautarzt” - Danke, oh du Engel in weiß.
Aber nicht immer ist die Diagnose bzw. die Behandlung, die die ein Allgemeinmediziner treffen sollte. Hier meine Geschichte:
Ich rufe an, mache einen Termin aus und stelle fest wie unfreundlich die Sprechstundenhilfe ist. “Na ja, die darf auch mal einen schlechten Tag haben”, denke ich mir und bin weiterhin freundlich. Ich nehme den Termin wahr, komme in die Praxis und werde auch schon erwartet. Einmal von der immer noch gestressten Sprechstundenhilfe und einmal von circa 10 anderen Patienten, die das Wartezimmer schon voll im Griff haben. Und dann ist warten angesagt… über eine Stunde… Gala, Bild, Cosmo, Mickey Mouse, Stern,… Was man nicht alles in dieser Zeit durchlesen kann, immer mit dem Hintergedanke “Ließ bloß schnell den Artikel fertig, sonst wirst du aufgerufen und weißt nicht wie es endet.”
Dann ist es soweit, ich werde aufgerufen. Endlich. Leider stelle ich nun fest, dass sich das warten nicht gelohnt hat. Statt wie ich gehofft habe, zum passenden Facharzt überwiesen zu werden, doktort Herr Doktor selbst herum. Mit Schmerztabletten, einem Rezept und vielen Fragen gehe ich wieder nach Hause. Hat mein Arzt Röntgenaugen? Weiß mein Arzt wirklich alles? Na ja, er wird schon wissen was er tut, schließlich ist er Arzt und muss Gutes tun.
Eine Woche später, nächster Termin, selbe Sprechstundenhilfe, 1 Stunde im Wartezimmer (”Shit. Gibts keine neuen Zeitschriften?”
, werde ich wieder aufgerufen. “Herr Doktor, ich habe immer noch Rückenschmerzen, was machen wir jetzt?” Doktor denkt nach und stellt widerwillig eine Überweisung zum Orthopäden aus. Auf dem Rückweg fällt mir wieder der Röntgenblick ein… der war also doch nur Einbildung.
Um die Geschichte nun schnell zu Ende zu bringen: Der Orthopäde hat eine andere Diagnose gestellt und die Behandlung des Hausarztes war für die Katz’ und hat meine Schmerzen um 1 Woche verlängert.
Da frage ich mich doch, was soll das Ganze? Auf deutsch: Was soll der Mist? Wieso kann ein Arzt nicht einfach eine Überweisung schreiben, wenn er sich auf diesem Gebiet nicht auskennt? Es ist doch Keiner böse, wenn ein Arzt zugibt, dass er nicht genau weiß was los ist und lieber gleich zu einem Spezialisten überweist. Nein, das macht den Arzt viel symphatischer und menschlicher.
Nun hat sich mein Arztverhalten geändert: Lieber rufe ich kurz an, sage was ich will und hoffe, dass sie mir die Überweisungen zur angegebenen Zeit fertig gemacht hat. Als Grund steht dann drin: Bekannt. Na ja dem Hausarzt vielleicht nicht, dem Facharzt aber schon 
Mein nächstes Erlebnis hat mich geprägt. Ich war überrascht und ausnahmsweise sogar mal postiv. Ich war bei einer Heilpraktikerin, die sich 1 Stunde Zeit für mich genommen hat. Der Termin war aufgrund aktuer Schmerzen an einem Samstag (!) und sie hat nicht sofort rumgedoktort, sondern auch gesagt was sie mit mir “anstellt”. Viel sanfter als jeder andere Arzt hat sie meinen Rücken wieder ins Gleichgewicht gebracht. Wow, das ist ein Service… teurer, aber sanfter und menschlich viel wärmer als alle anderen Ärzte.
Realtiv schnell hat sie mir aber erzählt, dass die Krankenkasse diese Kosten nicht übernimmt. Aber warum eigentlich? Zahlt die Krankenkasse für Falschbehandlung und Medikamente nicht viel mehr, als wenn ich nur einmal und gleich richtig behandelt werden muss?! Sehr seltsam… aber die Krankenkassen werden das schon durchgerechnet haben… Ich glaube an das Gute im Menschen, die vom Hausarzt und die von Mr Krankenkasse auch.
Übrigens finde ich die 10 Euro Praxisgebühren blöd. Das kann man in dem Zusammenhang ja mal anmerken. 

Hier bloggt: Nadine, 22 Jahre alt, glücklich vergeben und studiert an der Hochschule Darmstadt "Soziale Arbeit". 








Aufgrund meiner Ausbildung zur Arzthelferin und dem Wissen, warum selbige manchmal ziiiiieeemlich übel drauf sind, halte ich mal meine Klappe
na das wüsst ich jetzt aber doch gern. Gemeinheit.
Find das aber auch bescheuert geregelt mit den Krankenkassen.. die zahlen eben nur für etwas, was wissenschaftlich als fachlich anerkannt ist, ganz egal, ob das jetzt Vollstümper sind, die sich gerade so durchs Studium geschummelt haben, oder ob die Allwisssenheitskomplexe ausleben müssen.
Und warum noch keiner bemerkt hat, dass Heilpraktiker in vielen Fällen besser und vor allem direkter, natürlicher und auch spezieller helfen können, weiß ich eh nicht.. aber dann pumpen wir uns halt wieder Schmerzmittel rein und sonstiges Zeug, das einfach mal alles mögliche abtötet, hauptsache das gesuchte ist dabei.. oder _vielleicht_ dabei.
Also so wie Suri grinst gehts bestimmt um Drooogen

Joah Chris ich stimm dir da echt zu 100% zu!
so wird das auch Scrubs vermittelt in irgendner Folge