Nein – der Bachelor hat nichts mit “Möchtest du diese Rose haben?” zu tun… Der Bachelor- bzw. der Masterbaschluss ersetzen den Diplomstudiengang. Damit können wir schneller studieren. So hat man “früher” Soziale Arbeit, bzw. dortmals noch Sozialpädagogik in 4 Jahren studiert, heute hat man manches gekürzt, sodass wir schon nach 3 Jahren fertig sind. Man kann so also schneller anfangen zu arbeiten und falls man doch noch Lust aufs studieren hat, hat man die Möglichkeit den Master dran zu hängen und sein Wissen zu vertiefen.
Wobei ich jetzt gehört habe, dass sich auf eine Stelle sowohl Bachelor als auch Master beworben haben und am Schluss der Bachelor genommen wurde, weil man dem Master hätte zu viel Gehalt zahlen müssen… *kopfschüttel* In Deutschland interessiert also die beste Ausbildung nicht mehr *notier*
Beginnt man nun ein Studium, fängt man automatisch mit dem Bachelor an. Kann sich aber nach 3 Jahren entscheiden weiter zu machen.
Der Bachelorstudiengang ist in verschiedene Module geteilt, die man “abarbeiten” muss. In meiner Hochschule sind das also 19 Module, die ich in 3 Jahren bearbeitet haben muss. Im ersten Studienjahr (nicht Semester) sind es 8. Ein Modul besteht aber nicht automatisch aus einer Vorlesung, ein Modul kann mal weniger, mal mehr Vorlesungen beinhalten.
Modul 1 ist bei uns in der Hochschule die “Studieneingangsgruppe”, abgekürzt SEG. Das ist jetzt ein Modul, das nur eine Vorlesung beinhaltet, aber dafür Anwesenheitspflicht herrscht. Hier lernen wir in Kleinrgruppen die Grundzüge des Studiums kennen, damit uns der Einstieg leichter fällt. Kleingruppen heißt, uns betreut ein Professor und eine Studentin aus einem höheren Semester. Die Themen, die wir behandeln sind z.B. wie schreibe ich eine empirische Hausarbeit während dem Studium und lauter so Kram. Außerdem stehen sie uns natürlich immer für Fragen zu verfügung.
Modul 2 ist Theorien und Geschichte der Sozialen Arbeit, dort hat man 4 Vorlesungen -2 im ersten und 2 im zweiten Semester. Abschließnd schreibt man dann über alle 4 Vorlesungen 1 Klausur. Erst dann hat man bestanden.
Weitere Module sind z.B. “Methodische Grundlagen” (Sehr spannend!), “Kunst, Kultur und Medien” (achwechslungsreich), Rechtliche Grundlagen (toller Prof), Gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen, d.h. dann auf deutsch auch Soziologie,
Außerdem kommen noch 2 Vorlesungen Psychologie dazu.
In manchen Modulen muss man dann mit einer Klausur abschließen, in anderen “nur” mit einer Studienleistung. Eine Studienleistung kann z.B. ein Referat oder eine kleine Hausarbeit sein.
Vielleicht interessiert sich der ein oder andere auch für das Thema Studiengebühren: Bei uns werden sie nicht wie oftmals in Renovierungsarbeiten verwendet, sonder zur Verbesserungs des Studiums. So müssen wir z.B. nichts für unsere Scripte und Blätter zahlen, die die Profs austeilen, die Betreuung von Kindern von Studenten wird verbessert und wir bekommen in manchen Fächern Studenten aus höheren Semestern als Anleiter dazu. Gerade in Soziologie, was an sich ein super schweres Fach ist, das man mit einer Hausarbeit zu Ende führen muss, kommt da eine solche Hilfe gerade Recht.
Das Bachelorstudium wird ja allgemein als ein Studium mit großem “Selbststudienanteil” beschrieben. Das kann man jetzt sehen wie man will, sag ich mal… Es gibt Vorlesungen, da muss man sich vorbereiten, sonst braucht man auch nicht kommen, denn diese Vorlesungen beziehen sich nur auf den Text, den man lesen sollte. Andere Vorlesungen bieten auch ein Script an, das man vorher lesen sollte, aber man merkt während der Vorlesung nicht was der Text damit zu tun haben soll. In anderen Vorlesungen kann man sich die Vorlesung einen Tag vorher herunterladen und muss dann nicht kommen. Ok – man sollte kommen, da es eine “Pfichtvorlesung” ist, aber da wirklich der Wortlaut des Script, dem Wortlaut der Vorlesung entspricht, ergibt das wenig Sinn, denn alleine liest man schneller als in der Gruppe. 
Ok, das wars zum ersten von mir. Wer noch Fragen oder Unklarheiten hat, soll sich melden. 




Hört sich echt interessant an
Übrigens kannte ich vorher nur das mit der Rose