Weihnachten – nur Konsum oder doch mehr?

5. Dezember 2007 in Gedanken

Zur Vorgeschichte: Ich war heute in der Stadt shoppen und habe dabei etwas gesehen, das mir sehr gut gefallen hat. Aber wofür ich kein Geld hab, es aber gut gebrauchen könnte. Also habe ich kurzerhand meine Tante angerufen und gefragt ob sie mir das nicht zu Weihnachten schenken will. Sie meinte dann: Haja, klasse. Nimms mit.
Gesagt – getan – finde ich persönlich auch gut, weil so bekomme ich keinen Quatsch geschenkt und hab auch was davon. Früher habe ich auch oft einen Wunschzettel geschrieben, eben einfach aus dem Grund, dass Geldgeschenke doof sind und man so das bekommt was man will. Bei uns in der Familie ist das auch ganz normal… Da schreibt jeder Wunschzettel, auch zum Geburtstag.

In der Stadt habe ich dann einen Studienkollegen von mir getroffen, der dann meinte, das sei doch total peinlich sich sein Weihnachtsgeschenk selbst zu kaufen. Das wär dann ja gar kein Weihnachten mehr. So. Bumm. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie blöd ich geschaut habe.

Aber irgendwie lässts mich nun doch nicht so ganz los: Ist Weihnachten nur noch das Fest, an dem man anderen etwas schenkt? Sich trifft um gut zu essen und sich zu beschenken?

Meiner Meinung nach nicht! Ich sehe meine Familie auch so oft und wir haben eine schöne Zeit zusammen. Weihnachten ist nun eines der Anläasse, an denen man den anderen etwas Gutes tut und sich zeigt wie gern man sich hat und dass man den anderen glücklich machen will. Deswegen finde ich das auch gut, wenn mir mitgeteilt wird was sich andere zu Weihnachten wünschen… Das hat ja nichts damit zu tun, dass mir die Gesinnung, wenn man von einer solchen sprechen möchte, von Weihnachten völlig abgeht – ich denke nur praktisch.

Ich bin ja auch kein kleines Kind mehr und weiß, dass die Geschenke nicht vom Weihnachtsmann gebracht werden, sondern wer dahinter steckt. Also wieso dann nicht auch hier einfach mal praktisch denken.

Eure Meinung?





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Leser (387)



3 Kommentare zu “Weihnachten – nur Konsum oder doch mehr?”

  1. Kommentar von PinkPüppi am 5. Dezember 2007

    Geschenkt wird wenn jemand von sich drauf kommt mir was zu schenken. Fragt mich jemand vor Weihnachten oder meinem Geburtstag was ich möchte so sage ich lieber gar nix. Entweder weiß der jenige selbst etwas oder ich kann drauf verzichten
    Ansonsten finde ich das man jederzeit schenken kann. Wenn ich etwas sehe bei dem ich denke oh das wird XXX gefallen, dann kaufe ich es und derjenige kriegt es geschenkt.
    Um jemandem was gutes oder liebes zu tun brauche ich keine besonderen Gelegenheiten.
    Wenn man einen großen Wunsch hegt und den selbst nicht (finanziell) bewältigen kann dann können sich die Leute dran beteiligen. Aber dann empfinde ich es nicht mehr als richtiges Geschenk, denn dann fehlt mir die Individualität und das sich darum Gedanken machen dem anderen was liebes zu tun und etwas von Herzen zu schenken *find*

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  2. Kommentar von PinkPüppi am 5. Dezember 2007

    Ah noch was…ich selbst mag es auch nicht das Gefühl vermittelt zu bekommen was schenken zu müssen. Natürlich ist es einfach sich aus einer Liste was auszusuchen und dann zu verschenken und der jenige freut sich sicher. Aber damit hab ich mir um den Menschen nicht die Gedanken gemacht und das Geschenk hat in meinen Augen nciht den emotionalen Wert den ein Geschenk hat das überraschend kommt

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  3. Kommentar von Ralph am 5. Dezember 2007

    An Weihnachten hat frommes Getue, Glückwunschgesappere und Unechtheit Hochkonjunktur.
    Da klinke ich mich doch lieber unterm Jahr aus dem Alltag und gehe für ein paar Tage in ein nahegelegenes Kloster.
    Dort empfängt mich Ruhe und Gotterlebnis zugleich, was ich an Weihnachten nicht finden kann.

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