Grausamer Tierhandel in China

25. August 2008 in Gedanken

Gestern habe ich bei der Spiegel TV Reportage auf RTL einen Bericht über den Tierhandel in China gesehen. Dieser Bericht hat mich zutiefst erschreckt und beschäftigt. Dort werden kleine Affen gezeigt, denen später bei vollem Bewusstsein das Gehirn aus dem Schädel gegessen wird. Genauso wie kleine Leoparden, die gemästet werden, damit man sie später essen kann.

Hier ein Videoausschnitt der Sendung: Hier anschauen!

Wie kann man Tieren so etwas antun? Von wegen andere Kultur und Hunger, aber muss man dafür Tieren quälen um an Essen zu kommen? Oder muss man vom aussterben bedrohte Tiere essen? Oder deren Penis verschenken?

Ja in der Sendung wurde auch gezeigt wie man seltene Tiger-Penise in rosa Geschenkboxen kaufen kann. Mir wird jetzt noch ganz übel, wenn ich nur daran denke. Hier auch ein Bericht vom WWF über den Handel mit Tiger-Körperteilen.

Ich würde so gerne etwas dagegen tun und helfen, was kann man da tun? Ich fühle mich so hilflos. Ich habe hier eine Petition gegen die Einfuhr von gequälten Tieren aus China gefunden. Aber ob das hilft?

Wo muss man überhaupt anpacken, wenn man etwas ändern will? Muss man den Chinesen mehr zu Essen geben? Muss man ihnen klar machen, dass die Tiere vom aussterben bedroht sind? Kann man überhaupt einem anderen Land, auch wenn sie noch grausam handeln, vorschreiben was sie zu tun und lassen haben?

Ich weiß es nicht… Ich weiß nur, dass sich etwas ändern muss!







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13 Kommentare zu “Grausamer Tierhandel in China”

  1. Kommentar von Man in Metropolis am 25. August 2008

    Mal 2 Schachteln Zigaretten weniger kaufen oder auf einen Cocktail im Monat verzichten und dafür eine eine Fördermitgliedschaft beim WWF abgeschlossen.

    Halte ich für zielführender als eine Petition.

    Wenn ich selber schon nicht aktiv sein kann, dann suche ich mir jemanden der aktiv ist.

  2. Kommentar von Marlen am 25. August 2008

    Ich kann mir solche Berichte nicht anschauen… ich muss immer heulen und fühle mich genauso hilflos wie Du jetzt. Ich denke auch um zu helfen, wäre eine Mitgliedschaft in entsprechenden Organisationen am besten. Allerdings muss man sich da auch sicher sein, dass das Geld auch wirklich für deren Aktionen etc. genutzt wird, denn “umsonst” will man ja auch nicht spenden o.ä.

    Ich habe im Übrigen das Gefühl, dass in asiatischen Ländern generell sehr grausam bzw. unbedacht mit Tieren umgegangen wird. Das scheint viel mit Aberglauben zu tun zu haben… und ist für mich seit jeher umverständlich. Ich kann einfach nicht verstehen, wie Menschen so sein können

  3. Kommentar von Jenny am 25. August 2008

    Ich schließe mich Man in Metropolis an. Spenden hilft oft schon aus.

  4. Kommentar von Wu-Lan-Tong am 25. August 2008

    Hast du zufällig auch den Filmbericht über die Sportschulen in China gesehen? Dort werden Kinder täglich gequält, damit sie Leistung bringen. Wer Tieren Qualen antut, tut diese auch Menschen an.

    Das alles sind Dinge, die der westlichen Welt sehr wohl bekannt ist, auch der Tierhandel…

    Was wird getan? Nichts, weil die Herren Politiker Angst vor der Macht Chinas haben.

    Wirklich ändern können wir rein garnichts, auch eine Mitgliedschaft im WWF und eine Petition wird daran nichts ändern
    Darüber lachen die Chinesen, sonst nichts

  5. Kommentar von Ghettomaster am 25. August 2008

    Das schöne ist ja, die (Ab)Rechnung kommt immer ganz zum Schluss. Die Chinesen werden schon sehen was sie irgendwann von ihrer Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur haben.

  6. Kommentar von Martin am 25. August 2008

    Ich möchte die Thematik Tierquälerei auf keinen Fall banalisieren – aber zumindestens in einem Punkt kann ich vielleicht ein klein wenig Entwarnung geben.

    Das mit dem Essen von Hirn lebender Affen ist eine “Urban Legend”, die einfach nicht totzubekommen ist.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Affenhirn

  7. Kommentar von Kathi am 25. August 2008

    Habe mal eine Reportage gesehen wo Eltern einen Jungen mästen damit er mal Sumoringer wird, weiß aber jetzt nicht mehr wo das war. (ich weiss das hat nichts damit zu tun, musste aber irgendwie gerade daran denken) Aber ich würd auch sagen mal im Internet nach solchen Tierschutzvereinen googeln. Tja wenns um eigene Bedürfnisse geht können Menschen wirklich zu Ungeheuern werden.

  8. Kommentar von Conni am 25. August 2008

    Das Thema wird ja immer wieder in den Medien thematisiert … und ich bin jedesmal auf’s neue absolut fassungslos und entsetzt, was in diesem land so vor sich geht .

    Aber so lange China so isoliert als heimlich Macht angesehen wird .. warum sollten sie etwas ändern?

  9. Kommentar von Hendrick am 25. August 2008

    Also, zu der Geschichte mit den Affen gibt es ganz gute Recherchen auf dieser Webseite:

    http://www.maxent.org/ch/monkey_brains.html

    Das einzige was die gezeigten Bilder im Spiegel-Bericht von der Massentierhaltung z.B. in deutschen Geflügelmastbetrieben unterscheidet, ist aber doch, dass es sich potentiell um bedrohte Tierarten handelt, also der Fortbestand ganzer Arten gefährdet ist.

    Genauso grausam gehen wir hier in Deutschland mit unseren Schlachttieren auch um, da sollten wir uns doch bitte nichts vormachen. Und wesentlich Teile unseres Wildtierbestandes haben wir schon vor Jahrhunderten ausgerottet, vom Auerhahn über den Luchs bis zum Wolf. Mit jedem Finger, mit dem wir auf China zeigen, zeigen auch in diesem Fall vier Finger auf uns zurück…

  10. Kommentar von Steffen am 26. August 2008

    Das mit dem Affenhirn ist ein Ammenmärchen, in der Tat. Und sicherlich ist es problematisch, wenn vom Aussterben bedrohte Tierarten gegessen werden. Aber ich glaube, wir sollten mehr Respekt vor fremden Kulturen haben. Was glaubt ihr, wie Inder sich dabei fühlen, wenn sie unsere Massentierhaltung von Rindern sehen?

  11. Kommentar von Ralph am 27. August 2008

    Man muss nicht nach China gehen, um so etwas zu sehen.
    In Deutschland findet derartiges Szenario täglich in Schlachtbetrieben statt.
    Allerdings sind es dort “nur” Schweine und keine kleinen süßen Äffchen.

    Ich denke, gänzlicher Verzicht auf tierische Produkte wäre am effektivsten.

    Auch durch Eierkonsum werden männliche Küken durch den Shredder gejagt (nebenbei gesagt), da sie keine Eier legen und damit unrentabel sind.

    Aber übermorgen ist eh wieder alles vergessen und das Frühstücksei ist unverzichtbar und das panierte Schweineschnitzel lächelt auf dem Teller.
    Fleisch ist eben doch ein Stück Lebenskraft …
    (wie schizophren)

  12. Kommentar von Nadine am 27. August 2008

    @Man in Metropolis: Ja hab mir auch überlegt dem WWF beizutreten. Ma schaun, muss mich da noch ein wenig drüber erkundigen.

    @Marlen: Wie ich ja geschrieben habe, es sind andere Kulturen. Für die sind die Tiere eben auf eine andere Art wichtig als für uns.

    @Jenny: Mit Spenden tue ich mich immer schwer, wem spende ich was und woher weiß ich, dass es auch tatsächlich für dsa genutzt wird, für das ich spende.

    @Wuchen: Nein, hab ich leider nicht gesehen, aber kann mir vorstellen wie es da so zu ging. Aber ich glaube das ist acuh weltweit verbreitet, es gibt immer Eltern, die es “zu gut” meinen.

    @Ghettomaster: Da hast du schon Recht. Aber das wird dann halt kein schönes Ende nehmen. Und das bekommen wir dann weltweit zu spüren.

    @Martin: hm k. Ich dachte, da der Mann im Film ein Tierschützer ist und schon länger in China zu tun hat, ers bestimmt weiß.

    @Kathi: Ja, das habe ich auch gesehen. Eltern können so Scheiße sein…

    @Conni: Stimmt. Es ist so schade, dass niemand ws tut.

    @Hendrick & Ralph: Ja da stimme ich euch zu. Ein Grund für mich Vegetarier zu sein.

    @Steffen: Ich bin genauso gegen Massentierhaltungen in Deutschland oder sonst wo, wie gegen den Tierhandel in China.

  13. Kommentar von Stephan am 20. Juli 2009

    Ich hab den Bericht auch gesehen und muss sagen, dass mich das auch sehr mitgenommen hat. Fand vor allem krass, wie sich die Verantwortlichen Vertreter der jeweiligen Länder nicht interviewen lassen wollten. Von der Seite ist nichts zu erwarten obwohl die dafür bezahlt werden. Das macht mich krank. Ich möchte auch etwas tun, weiß aber nicht was.
    Und NEIN- es ist nicht mit unserer Massenviehhaltung zu vergleichen.

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