Wers nicht glaubt oder es nicht wahr haben soll, sollte sich diesen Artikel von Spiegel.de durchlesen. Darin geht es um zwei Fälle, die so im Internet geschehen sind. Beim einen hat sich ein Mädchen danach erhängt, beim anderen wurde ein Mädchen vergewaltigt.
In beiden Fällen haben sich die Chatpartner als jemand anderes ausgegeben und nur mit den Mädchen gespielt.
Wenn ich nur daran denke läufts mir schon eiskalt den Rücken runter. Und es ist ja im Prinzip wirklich so, dass wir nicht wissen ob der Blogger, dessen Blog wir lesen, so stimmt, ob er wirklich von der Person geschrieben wird, von der wir denken, dass sie es tut usw.
Ich finde diese Denkweise eigentlich sehr traurig, man kann doch nicht immer nur an das Schlimmste im Menschen denken. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch viel zu leichtsinnig nur an das Gute im Menschen zu denken.
Wie denkt ihr denn darüber?




Das wird es leider immer geben… man muss viel vertrauen, aber ich bin auch vielen vielen leiben Leuten im Internet begegnet, hab mich auch mit ihnen real getroffen. Es gab auch treffen wo ich nur dachte : “Schnell weg hier” Z.B als 15 Jährige mit einen Typen der sagte er sei 16 un sah aus wie 30 oO Aber Mama hat mir schon früh beigebracht wie ich im Internet sein soll, bzw wie ich die Leute mit Vorsicht genießen soll, daher ist mir auch nie was passiert… wenn mich wer meint fertig zu machen der bekommt zu hören, das er nur feige sei da er sich hier im Netz versteckt usw… ich stehe da drüber… Ich glaube immer an das guten im Menschen, wenn nicht würde man ja einsam sein…
Fee(life-reflekt.de) hat mir auch trauen müssen, als sie im Sommer bei ihrer Aupair Familie raus geflogen ist und nur bis hier mit den Ticket kamen
hätte ja auch ein Böser Mensch sein können)
Das sind durchaus sehr interessante Gedanken. Ich glaube ich werde daraus mal eine Blogparade machen.
Ich habe auch mal an einem (kleinen) Chattertreffen teilgenommen und die Leute waren alle super nett und auch so, wie sie im Netz waren. Man sollte sich nur nicht nach ein paar Mal chatten gleich treffen, sondern es langsam angehen lassen, dann erst einmal telefonieren usw. – falls da etwas nicht stimmt, bekommt man das eigentlich relativ sicher raus, denn solche Fakepersonen machen immer irgendwann Fehler.
Und generell gesehen hat man es da als Junge/Mann wesentlich einfacher als als Mädchen/Frau, schätze ich…
@Pascal: Wenn du eine Blogparade draus machst werf mir auch zu. Sobald ich Gelegenheit habe werde ich dann auch ne Antwort dazu schreiben.
@Nadine: Solche Fälle lassen sich wie Sayuri schon sagte leider nie ausschließen aber ich finde es jedes mal wieder schlimm sowas zu hören / lesen. Zwar gibt es Aufklärungsaktionen, die da ein wenig Abhilfe schaffen sollen aber so Fälle wie der in Amerika werden sich damit auch nicht verhindern lassen, da das nicht nur “Kinder” betrifft, sondern eigentlich jede psychisch angeschlagene Person. Einige werden damit besser fertig, andere schlechter. Nur sehe ich keine Lösung, die dafür irgendwas verbessern würde. Klar hätte man bei einer 13-jährigen kontrollieren können, was sie im Internet macht aber auf der anderen Seite sollen die Kinder ja auch irgendwann auf eigenen Beinen stehen.
Was Sayuri schreibt, dass die Aufklärung bei ihr gut geholfen hat ist schön zu lesen. Da haben wir wieder ein Beispiel dafür, dass die bestehenden Konzepte auch funktionieren können. Leider werden sie meiner Meinung (Auch wenn ich mir teilweise die Profile im Studi / Mein / SonstwasVZ angeschaut habe, was da an Daten veröffentlicht war) zu wenig in die Tat umgesetzt. Von mir sind zwar auch einige Daten im Netz zu finden, allerdings weiß ich auch wie ich damit umzugehen habe. Kindern sollte man von Anfang an beibringen wie man sich im Netz verhält und – auch wenn es “böse” klingen sollte – anfangs kontrollieren, was die Kids machen.
Auch Sayuris Kommentar über das Gute im Menschen kann ich nur zustimmen. Wenn man bei jeder Person nur davon ausgeht, dass sie schlecht ist wird man zwar eventuell von einem solchen Schicksal verschont bleiben aber auch keine Kontakte finden.
Just my 2 cents…
Schlimm sowas, da ist Deppen noch ein zu netter Ausdruck. Und natürlich stellt man sich so Fragen, ob der gegenüber wirklich die Person ist, als die er sich ausgibt, aber das würde man ja nur herraus finden, wenn man sich trifft. Und hm, am besten ja dann so, dass jeder einen dazu mitbringt. Ach, weiß auch nicht. Hat mich geschockt, die beiden Geschichten da, besonders die erste, kann jetzt nicht ordentlich schreiben.
Ich seh es ähnlich wie Konna. Ich war auch schon auf Bloggertreffen oder hab Forums-Bekannte besucht. Aber die kannte ich dann auch wirklich von Bilder, sms, Telefonaten, teilweise auch mit deren Eltern gesprochen oder so. Da ists dann was anderes. Was auch besser ist – sich nicht allein, sondern in ner Gruppe treffen. Ich denke, da ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass etwas passiert.
ich habe immer an das gute in den menschen gesehen, bis ich immer wieder darauf rein gefallen bin. man kann den menschen (leider) immer nur vor den kopf schauen nie da rein… wenn man sich mit jemand fremden trifft sollte man das auch nie allein tun.das ist viel zu leichtsinnig. ich habe das schon von bekanten gehört, das so etwas leider immer wieder passiert
[...] habe ich den Artikel “Das Internet ist voll von Deppen“ von Nadine gelesen. Der Hauptgedanke der dort geäußert wird ist, dass man sich nie [...]
Leider wird das Internet mißbraucht, aber wir haben hier denk ich, schon recht nette leser.
So wie im prallen Leben, gibt es auch im Internet Aufschneider und Betrüger.
Ich kann nur versichern, bei mir ist alles echt. Wo Elke drauf steht, ist auch Elke drin.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
LG Elke
[...] hat heute zu einer Blogparade aufgerufen, die als Reaktion auf einen Artikel von Nadine entstanden ist. Bei dieser Blogparade geht es darum einen GPG / PGP signierten Text im Blog zu [...]
Naja solche Deppen gibt es leider überall. Deshalb sollte man immer vorsichtig sein, bei dem, was man so liest. Naive Leute haben im Netz wirklich schlechte Karten.
Man sollte doch ein bisschen an den gesunden Menschenverstand glauben, oder? Auch wenn die Mädchen erst so 12/13 Jahre sind, müssen sie doch auch irgendwann mal Verdacht schöpfen oder irre ich da? Und wenn es Mädchen sind, die schon in er Entwicklung (so hofft man) weiter sind, müssten sie doch erst recht daran zweifeln…
Ich kann’s echt nicht verstehen, nur wegen einem Verrücktem müssen Mädchen sterben…
Mh, “Deppen” ist da irgendwie der falsche Ausdruck, finde ich. Viel zu positiv. :/
Liegt aber letztlich auch an den jeweiligen Nutzern des Internets. Naivität ist im Internet halt faktisch einfach fehl am Platz!
Also Deppen ist einfach noch viel zu freundlich formuliert. Betrüger, Straftäter, die auch öffentlich eindeutig an den Pranger gestellt werden müssen, wäre wohl eine bessere Umschreibung. Sicher kann man sagen, dass man die Kinder “überwachen” sollte, was ihren Umgang im Netz angeht, andererseits kann ich nicht immer von gefakten Usern ausgehen, es sind wirklich auch viele normale und nette Menschen unterwegs. Wichtig ist halt die Aufklärung, wie man sich verhalten soll, wie ein Treffen zu gestalten ist. Und hier müssten die Eltern vielleicht auch intensiver das Gespräch mit ihren Kindern suchen und immer mal nachfragen, wen sie kennen gelernt haben. Da sollte in einer gefestigten Eltern-Kind-Beziehung genug Vertrauen da sein, um diese Fragen ehrlich zu beantworten. Dann könnten die Eltern zumindest noch frühzeitig eingreifen.