Tipps für eine erfolgreiche Hausarbeit

1. August 2009 in Campus Leben

Ich denke dieses Geühl kennt jeder Student, teilweise vielleicht auch jeder Schüler: Man muss eine Hausarbeit schreiben, kennt die Deadline, findet aber einfach keinen Anfang. Damit dies nicht immer nach dem selben Schema ablaufen muss, habe ich euch hier einige Tipps zusammen geschrieben, die zumindest mir geholfen haben:

1. Die Mind-Map

hausarbeit_mindmap

Die Mind-Map dient dir als erste Orientierungshilfe. Dort kannst du alle Ideen sammeln, die dir zu deinem Thema einfallen. In die Mitte kommt ganz grob das Thema. Dann gehen von diesem Zentrum die “Unteräste” ab. Notiere einfach alles was dir zum Thema und zu den unter Themen einfällt.

2. Teile dein Thema in Unterthemen
Diesen Punkt kannst du auch wieder gut mit einer Mind-Map überlegen. Oft ist es so, dass das Thema der Hausarbeit sehr komplex ist. Mir hilft es immer weiter, wenn ich mir überlege als welchen Unterthemen die Hausarbeit besteht.

Also als Beispiel, wenn das Thema der Hausarbeit folgendes ist: “Erfolgreiche Sozialisation von jungen Menschen: Anforderungen an die Schule”. Dann wären die Unterthemen:

  • Was ist Sozialisation?
  • Was bedeutet in diesem Zusammenhang erfolgreich?
  • Wer sind junge Menschen?
  • Thema Schule
  • Was muss die Schule also leisten, damit man sozialisiert wird?

Wenn man dann die Unterthemen vor sich sieht, fallen einem in Normalfall zu allen Unterthemen weitere Fragen, wichte Punkte, etc auf.

3. Notiere dir jede Idee

hausarbeit_ideensammlung

Zu Beginn ist es wichtig sich einfach alles zu notieren was einem einfällt. Man kann es dann in der spätere Bearbeitung immer noch verwerfen. Aber wenn man erstmal eine große Ideensammlung hat, fällt es einem oft leichter an einem Punkt, der einen interessiert, mit der Bearbeitung des Themas zu beginnen.

4. Besorge dir Literatur
Je früher man sich die Literatur besorgt, desto besser. Man kann schließlich nie wissen, wann einen die Motivation etwas zu lesen einholt.

Und wenn man sich früh informiert welche Literatur es gibt, bzw. vor allem welche es nicht gibt, hat man noch Ausweichmöglichkeiten auf andere Bibliotheken ohne, dass die Suche nach den Büchern zum Wettlauf gegen die Zeit wird!

5. Sortiere die Literatur

hausarbeit_buecher

Natürlich ist es einem unmöglich im Rahmen der Bearbeitungszeit wirklich alle Bücher komplett durchzulesen. Deswegen sollte man zu Beginn die Bücher ordnen.

Dazu eignet sich natürlich im ersten Schritt das Inhaltsverzeichnis. Schau es dir durch und notiere dir alle interessanten Kapitel daraus. Man kann sich dann auch in die Bücher kurz einlesen, sodass man einen guten Überblick hat, welches Thema aus welchem Buch hilfreich und nützlich für die Hausarbeit sein wird.

Außerdem wirkt es motivierend, wenn man weiß, dass man aus einem 300 Seiten Wälzer nur ca. 20 Seiten für sein Thema lesen muss!

6. Literaturverzeichnis erstellen
Wenn man dann mit der Hausarbeit anfängt, finde ich es sehr hilfreich, wenn das Literaturverzeichnis schon existiert. Dann muss man nämlich beim zitieren nicht erst noch das Buch ins Literaturverzeichnis hinzufügen und kann sich so voll und ganz auf seinen geschriebenen Text konzentrieren.

7. Die Gliederung

hausarbeit_gliederung

Für die Gliederung habe ich mir für meine aktuelle Hausarbeit eine neue Methode ausgedacht. Ich habe auf meinen Schrank zwei DinA3 Blätter gehängt und darauf Post its geklebt. Auf diesen Post its stehen die verschiedenen Kapitel meiner Hausarbeit, mit samt der Unterpunkte.

Der Vorteil dieser Methode ist einmal, dass man die Hausarbeit immer im Blick hat. Ein Vorteil ist aber auch, dass man die Postits leicht umkleben kann. Wenn man also merkt, dass ein Unterpunkt zu vielseitig wird, wiederum selbst zu viele Unterpunkte entwickelt, kann man daraus leicht einen neuen Oberpunkt machen.

Die Gliederung kann aufgrund von Markierungen auch schnell zeigen, wie der aktuelle Stand der Bearbeitung ist. Beispielsweise wenn gelb alle bearbeiteten Themen sind und rosa, die die man noch bearbeiten muss.

8. Die Fragestellung
Zur Beginn der Bearbeitung sollte man sich eine Fragestellung überlegen. Wann genau der richtige Zeitpunkt ist dies zu tun, ist mir immer noch ein Rätsel. Meine Erfahrung hat ergeben, dass durch die Recherche und das Beginn des Schreibens sich die Hausarbeit von ganz alleine in eine bestimmte Richtung entwickelt. Ich passe dann meine Fragestellung meiner Hausarbeit an, bleibe aber natürlich trotzdem beim Thema, mache das ganze nur spezieller.

Ich denke von offiziellere Seite ist dies nicht der richtige Weg. Da sollte man sich zuerst die Fragestellung überlegen und dann daraufhin los arbeiten. Aber ich denk es schadet auch keinem die Fragestellung erst im laufe des Prozesses zu entwickeln. Wenn das Thema, die Fragestellung und die Hausarbeit dann schließlich in sich schlüssig sind, dann stört es meiner Meinung nach keinen, wann und unter welchen Apsekten die Fragestellung entworfen wurde.

9. Die Hausarbeit an sich

hausarbeit_hausarbeit1

Bei der Hausarbeit an sich kann ich dir nicht helfen. Aber ich denke es gibt einige Tipps, wie man trotz alledem schnell und erfolgreich sein Thema bearbeiten kann:

(a) Setze dir Zwischenziele
Mit Zwischenziele ist gemeint: “Heute schreibe ich 3 Seiten” oder “Heute bearbeite ich dieses Thema fertig”

(b) Belohne dich
Überlege dir zu Beginn womit du dich belohnen könntest, wenn du ein größeres Zwischenziel erreicht hast oder sogar komplett fertig bist. Mit Belohung meine ich etwas wie, in einen Freizeitpark gehen, eine Shoppingrunde einlegen etc.

(c) Plane Pausen und freie Tage ein
Nichts wirkt unmotivierender wie jeden Tag immer das selbe zu tun. Also setze Tage fest, an denen du sowieso schon andere Sachen zu tun hast und weißt, dass du nichts machen wirst. Es bringt nichts, sich an sowieso schon stressigen Tagen noch ein Tagesziel von 3 Seiten zu setzen.

Mache regelmßig Pausen. Beispielsweise nach 45 Minuten 5 Minuten an den frische Luft, Mails checken etc.

(d) Koche Kaffee
Mein letzter und nicht unbedingt ernstgemeinter Rat: Aber Erfahrungen zeigen, dass das Lieblingsgetränk am Arbeitsort die Stimmung heben.
PS: Schaps zählt nicht!

Ich hoffe ich konnte euch mit dieser Sammlung die Arbeit ein wenig erleichtern oder euch neue Ideen geben! Weitere Tipps bitte per Kommentar!







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16 Kommentare zu “Tipps für eine erfolgreiche Hausarbeit”

  1. Kommentar von Konna am 1. August 2009

    Auf jeden Fall brauchbare Tipps dabei, gute Zusammenstellung, dann hab ich ja nun keine Ausrede mehr, nicht anzufangen.

  2. Kommentar von Xooyoo am 1. August 2009

    Statt Kaffee habe ich immer Red Bull verwendet, und mein produktivster Zeitraum lag zwischen 21 Uhr und 2 Uhr morgens. Aber ich bin ja soo froh, dass ich dieses leidige Thema erstmal hinter mir habe.

  3. Kommentar von Hikari am 1. August 2009

    Ich hab eine etwas andere Herangehenweise Fange mit der Literaturrecherche an und zwar vom Groben zum Differenzierten und dann schaue ich genauer, was zum Thema gehört. Notizen werden gemacht, dann der Vortrag vorbereitet und die Hausarbeit auf dessen Struktur aufgebaut. Vielleicht liegts an unseren Themen, aber von vornherein mit ner Mindmap o.ä. anzufangen ohne die Literatur zu kennen geht glaube ich eher nicht oo Aber sonst hast Du echt super Tipps aufgelistet!

  4. Kommentar von Nadine am 1. August 2009

    @Konna: Danke! Dann fang mal endlich an!

    @Xooyoo: Ja mein Freund schwört auch auf Red Bull. Da das Zeug aber sowas von ungesund sein soll und ich auch finde, dass das eklig schmeckt, trinke ich das nicht.

    @Hikari: Also ich mach immer zuerst eine Mindmap. Kommt vielleicht auch auf das Thema an. Aber meistens weiß man ja schon irgendwas dazu. Es geht mir ja auch in der Mindmap nicht darin spezielle Themen zu sammeln sondern einfach Ideen zu sammeln. Was fällt mir spontan dazu ein, bzw. welche Fragen hab ich an das Thema.

  5. Kommentar von Xooyoo am 1. August 2009

    gesund leben kann man auch noch nach dem Studium!

  6. Kommentar von Cadac am 1. August 2009

    Also das Mind-Map lass ich jeweils aus xD

    Aber interessante Idee mit den Post it…
    … das mach ich dir glaub nach!

    Ansonsten hab ich die selbe Arbeitstechnik, vor allem die Fragestellung, die mach ich erst gaaanz am Schluss

  7. Kommentar von Michelle am 1. August 2009

    Die Idee mit den Post-Its sollte ich mir auch wirklich merken…. und vorallem anwenden wenn die Schule wieder los geht!

    Dann muss ich nicht immer alles neu schreiben oder mit pfeilen noch unübersichtlicher machen, wenn ich mal keine Lust habe alles am PC zu machen!

  8. Kommentar von stiller am 1. August 2009

    Ich fange mit der Literatur an. Dann notier ich mir wichtige Punkte und mach daraus ne vorläufige Gliederung. Hängt aber auch bisschen vom Thema ab, ne Hausarbeit über nen Autor des Mittelalters schreibt sich doch anders als die über einen internationalen Konflikt, der mit einer klassischen Theorie erklärt werden soll.

  9. Kommentar von Hikari am 2. August 2009

    @Nadine: Naja bei uns ist es so glaube ich so, das wir uns die Dinge eben nicht allgemein so herleiten können, weil für jeden Fundplatz, für jede Siedlung, für jedes Gräberfeld eben anderes gilt. Allein von der Zeit, der Herangehensweise der Forscher, der Publikation, der Ausgrabung, der Funde etc.
    Das ist natürlich bei soziologischen/pädagogischen/psychologischen Fragestellungen etwas anders (hatte ja schließlich alle diese Fächer 6 Jahre lang und kanns ein wenig vgl. wenns natürlich auch nie so intensiv war wie im Studium).
    Aber Gemeinsamkeiten gibts natürlich immer! Und in dem Sinne, was man für Fragen an das Thema hat, wäre auch hier eine Mindmap sinnvoll. Da hast Du natürlich auch Recht

  10. Kommentar von Sonja am 2. August 2009

    Das sind wirklich gute Tipps. Ich hätte auch das Problem, dass ich mir nicht schon im Vorhinein ein Mindmap anlegen könnte. Ich müsste erst die Literatur wälzen, da allein das Thema in meinem Studiengang noch nicht genug Punkte für ein Mindmap hergibt.
    Ich werde mir deine Tipps auf jeden Fall zu Herzen nehmen, befinde mich grad an dem Punkt, mit einer HA beginnen zu müssen. Mal schauen was mir so helfen kann!

  11. Kommentar von Wencke am 2. August 2009

    Zum Glück bin ich in meinem Studium bisher ganz gut um Hausarbeiten herumgekommen.

  12. Kommentar von Sayuri am 2. August 2009

    Die Tipps werde ich mir mal merken ^^ Hab ja noch keine Hausarbeit schrieben müssen und das Fernstudium besteht ja zu 70% daraus

  13. Kommentar von Nadine am 2. August 2009

    @Xooyoo: Das kann man jetzt sehen wie man will.

    @Cadac: Ja, also das mit den Post its finde ich auch echt genial.

    @Michelle: Ja eben. Wenn mans am PC macht gehts natürlich auch so.. Aber ich habe das Inhaltsverzeichnis immer gerne wo, wo ich es öfters sehen kann. Und immer da hin scrollen ist auch doof.

    @stiller: Ja klar kommts aufs Thema an. Wenn ich über was gar nichts weiß, lese ich auch erstmal was.

    @Hikari: Jap klar.

    @Sonja: Ich schreibe eben meistens über das, wo ich schon ein Vorwissen besitze.

    @Wencke: Spätestens zur BA / Diplom Arbeit bist auch du dran!

    @Sayuri: Jap, da braucht man auf jeden Fall eine gute und effektive Technik!

  14. Kommentar von Pasue am 3. August 2009

    Ehrlich gesagt musste ich bisher noch keine Hausarbeit schreiben. Zum Glück?!
    Sieht nach ziemlich viel Arbeit aus… xD

  15. Kommentar von Christin am 3. August 2009

    Den Tipp mit der Gliederung werde ich mir merken, den kann ich bei meiner Arbeitsweise auch am besten einpflegen.
    Statt Kaffee gibt es bei mir Afri Cola, Hausarbeiten werden nur in Nachtschichten geschrieben.

    Ansonsten bin ich wohl aber ein ganz anderer Hausarbeiten-Typ als du.

  16. Kommentar von Lordy am 11. August 2009

    Ich kann auch nur sagen: Sieht gut aus. Für viele sicherlich nützlich. Ich persönlich fand die Unterschiede im Vorgehen interessant, denn ich habe da meinen ganz eigenen Stil xD.

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