Nächtliches Alkoholverbot in Ba-Wü!

1. März 2010 in Gedanken, Meckerstube

Manchmal finde ich es schon extrem lächerlich, wenn man sich anschaut wie Politiker manche Probleme “lösen wollen”. Lösen wollen in Anführungsstrichen, weil es eben keine Lösung ist.

Neustes Beispiel in Baden-Württemberg das Alkoholverbot zwischen 22 und 5 Uhr. Weder Supermärkte, noch Tankstellen usw. dürfen nachts Alkohol verkaufen.

Als Gründe, weshalb dieses Verbot angebracht ist, werden folgende genannt:

“Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Rüdiger Seidenspinner, erklärte, dass Alkoholkonsum und das Koma-Saufen unter Jugendlichen drastisch zugenommen hätten. Durch die neue Regelung wolle man auch “ein Stück weit die Gewaltproblematik bekämpfen”.”

Quelle swr.de

Jetzt frage ich mich aber, als fast 24-jähriger Bundesbürger, weshalb ICH, in meinem Leben eingeschränkt werde, nur weil irgendwelche Idioten an Jugendliche Alkohol verkaufen.

Tolle Lösung ehrlich! Nur weil ihr keinen Weg findet, die Abgabe von Alkohol an Jugendliche zu kontrolllieren, kriegt einfach niemand Alkohol. Und das nennt ihr jetzt eine Lösung? Wollt ihr mich verarschen?

Es gibt so viele arbeitswillige Menschen da draußen und statt denen die Jobs zu geben, lasst ihr die Idioten, die den Alkohol an Minderjährige verkaufen ihren Job und bestraft alle Menschen in Ba-Wü. Super!

Da ist man stolz in Baden-Württemberg zu wohnen. NICHT!







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18 Kommentare zu “Nächtliches Alkoholverbot in Ba-Wü!”

  1. Kommentar von Sven am 1. März 2010

    Da bekommt man in den Kernsaufzeiten keinen Suff mehr, schrecklich. Das kann ich nicht verstehen, das ist doch purer Aktionismus. Zum glück lebe ich nicht in Ba-Wü, sonst müsste ich jetzt immer zwischen 5-22 Uhr Saufen :-D

  2. Kommentar von danyo am 1. März 2010

    Ich gehe noch einen Schritt weiter und fordere die verbindliche, bundesweite Einführung der Prohibition! … Allerdings nur, damit ich Homer Simpson-like den geheimnisvollen Bierbaron mimen kann Und bis es so weit ist bin ich dann mal Badewannen kaufen ^^

  3. Kommentar von Timo am 1. März 2010

    Wow… DAS ist echt ARM!

  4. Kommentar von Katja am 1. März 2010

    Als ob das was bringen würde. Wer hat überhaupt Lust, sich noch um 22 Uhr um den Alkohol zu kümmern? Da liegen die meisten Jugendlichen doch schon kotzend unterm Tisch. Sehr sinnvoll, diese neue Regelung. Darauf trinke ich das nächste Mal Einen.

  5. Kommentar von karsten am 1. März 2010

    ehrlich gesagt verstehe ich das allgemeine kopfschuetteln dazu nicht wirklich. jeder schritt, der dazu dient, den alkoholkonsum einzuschraenken, ist ein richtiger schritt, egal wie klein er ist.

    ein kompletter verbot waere wuenschenswert, aber wohl kaum durchsetzbar. wenn man bedenkt, wieviele alkoholkranke menschen es in deutschland gibt und wieviele an dieser suchtjedes jahr sterben, sollte man eher mit dem kopf schuetteln, dass ueberhaupt noch so frei alkohol verkauft wird.

  6. Kommentar von Kerstin am 1. März 2010

    Also… lol. xD Einfach Schwachsinn. Dann kriegen die Jugendlichen den Alkohol halt vor 22 Uhr von ü18-Jährigen. Echt sinnlos dieses Verbot. Kann ich verstehen, dass man sich darüber aufregt. ^^

  7. Kommentar von Alice am 1. März 2010

    Das ist doch totaler Schmarren.
    Sind wir doch mal erlich, die Jugendlichen welche mit dieser Regelung geschuetzt werden sollen, sind doch eh schon vor 22Uhr sowas von dicht wie Harri. Was soll es denn da noch bringen, der Verkauf von Alkohol ab 22Uhr zu verbieten? Die kaufen den doch eh schon vorher …

  8. Kommentar von Halliway am 2. März 2010

    dann wird der alk halt vor 22 uhr ge- und verkauft und gut ist. das ändert nichts an dem generellen problem …

  9. Kommentar von Nansy am 2. März 2010

    Die Begründung, man wolle Jugendliche schützen, ist nur die halbe Wahrheit (oder der Einstieg in Alkoholverbote für alle). Dazu lest mal die Papiere der WHO zur Anti-Alkohol-Politik: In den Basispapieren der WHO taucht neu der Begriff des Passiv-Trinkens auf. Das ist kein Scherz! Nachdem dass Passiv-Rauchen die Tendenzwende beim Rauchen gebracht hat, soll es jetzt möglich werden, mit dem Passiv-Trinken einen ähnlichen Umschwung in der öffentlichen Meinung zu erzielen. Auch die anderen vorgeschlagenen Maßnahmen (höhere Steuern, Warnhinweise auf Flaschen, u.s.w.) ähneln verblüffend den Maßnahmen gegen den Tabak. Der angebliche Schutz von Jugendlichen ist nur der Einstieg in Alkoholverbote für alle!

  10. Kommentar von Katja am 2. März 2010

    @karsten: Aber man sollte bei dieser Regelung mal darüber nachdenken, was es bringt? Meiner Meinung nach nichts. Am meisten schadet es mal wieder denen, die nicht Ziel dieses Verbotes sind. Und die, die mit der Maßnahme eigentlich angesprochen werden sollen, machen weiter wie bisher. Gerade Jugendliche finden immer einen Weg.

  11. Kommentar von Nadine am 2. März 2010

    @Katja: Ich denks auch. Jugendliche haben bis dahin den Alkohol schon. Bestraft sind all die älteren, die spontan was feiern und irgendwann merken is zu wenig Alk da. Bzw. jeder der das merkt is bestraftt…

    @karsten: Also Karsten, es is so. ich bin selbst total gegen Alkohol. Das hat auch persönliche Gründe, aber darüber möchte ich nicht reden. Auf jeden Fall befürworte ich alles was man tut um das Trinken einzudämmen. Mein Problem ist, dass ich das für dne falschen Ansatzpunkte halte. Von mir aus kann man die Steuern auf Alkohol erhöhen, so kann der Staat immerhin das wieder rein holen, was er später wieder ins Gesundheitssystem stecken muss.

    Von mir aus kann man auch jede Werbung für Alkohol verbieten. Von mir aus, kann man die allerschärfsten Kontrollen gegen die Abgabe von Alkohol an Jugendliche errichten.

    Kann man alles gerne tun.

    Aber mich störts, wenn ich eingeschränkt werde. Im Sinne von: Ich bin gesund, ich bin kein Alkoholiker, ich bin volljährig. Ich darf also trinken, wenn mir einmal im Monat danach ist. Und das schränkt mich in meiner Rolle ein.

    gerne kann man alle möglichen Verbote usw. einführen, wenn es hilft. Aber hier trifft es die falschen.

    @Nansy: Wtf ist Passivtrinken? Das kann ich mir ja fast nicht vorstellen, dass es das gibt… Klingt echt absurd.

  12. Kommentar von Nansy am 2. März 2010

    @ Nadine: Das Problem für starke gesetzliche Eingriffe in die persönliche Freiheit ist immer das gleiche: der Alkohol-Konsument selber (oder die Gesellschaft) wird das nur schwer aktzeptieren, es sei denn man könne nachweisen, dass der Konsum von Alkohol auch dritte sozusagen Unbeteiligte schädigt. Deshalb wird hier -ähnlich wie beim sogn. Passiv-Rauch- der Versuch gemacht, den Begriff Passiv-Trinken einzuführen.
    Sally Casswell von der Massey University in Auckland, New Zealand, die bei der Ausarbeitung des WHO Papiers geholfen hat, sagte, dass die Konzentration auf das Passiv-Trinken der Schlüssel für die Akzeptanz der Öffentlichkeit bezüglich eines strengen Alkoholgesetzes ist. Siehe: http://dickpuddlecote.blogspot.com/2009/10/hello-passive-drinking-global-and.html

    Der Versuch, die Gefährlichkeit des Passiv-Trinkens zu beweisen, wurden in Großbritannien schon gemacht, auch wenn es absurd klingt: Aus dem British Medical Journal: (Partikeln im Alkoholdampf sollen die Mitmenschen in hohem Mase gefährden und auf dieser Basis soll Alkohol in Pubs verboten werden).
    “A cigarette emits roughly a half milligram of active Class A carcinogens with the most significant in terms of weight being benzene at 3/10ths of a milligram. A standard martini releases roughly one full gram of the Class A carcinogen ethyl alcohol into the air in the space of an hour: an amount equal to 2,000 cigarettes.” siehe: http://www.bmj.com/cgi/eletters/330/7495/812#105082

    Letztlich geht es um eine schrittweise Annäherung an die Prohibition und dabei ist der Jugendschutz ein immer wieder gerne genutztes Mittel zum Einstieg in weitere Verbote.

  13. Kommentar von Heiko am 3. März 2010

    Dass alle Bürger bestraft werden, ist doch schon lange nichts neues.

    Anderes Beispiel wären Computerspiele: Viele von denen werden zensiert und geschnitten, weil es unter 18 jährigen nicht zugemutet werden kann, diese Spiele so zu sehen. Statt das Spiel für Jugendliche zu verbieten und auch nicht an solche Steppges zu verkaufen, wird das komplette Game geschnitten und somit bekommen auch 18 Jährige und ältere solche zensierten Spiele, obwohl diese ja laut Gesetz bereits volljährig und selbstverantwortlich sind…

    Unsere schlauen Politiker haben halt äußerst viel Übung darin, der breiten Masse etwas “zu versauen”, statt konsequent zu handeln.

  14. Kommentar von Michi am 3. März 2010

    Naja… typisch halt. Ist mir aber egal, weil ich eh keinen Alkohol trinke Vielleicht sollten das einfach alle tun?

  15. Kommentar von Suriel am 3. März 2010

    Also ich fand es auch ziemlich lächerlich, als ich das in den Nachrichten gehört habe, denn lösen tut ein solches Gesetz die Problematik in keinster Weise

  16. Kommentar von Long Hoang am 3. März 2010

    Hallo!? Was wird aus den Bars und den Diskotheken? Die Leben doch davon ihr Zeug nachts unter die Leute zu bringen.

  17. Kommentar von Nadine am 3. März 2010

    @Heiko: Stimmt, auch ein gutes Beispiel!

    @Michi: Ja ich trinke auch nicht viel und ich weiß nicht, wann ich das letzte mal nach 22 uhr alkohol kaufen war. Aber hier gehts ja ums Prinzip

    @Long Hoang: Kneipen und so sind was anderes. Hier gehts nur um Verkaufsräume.

  18. Pingback von Kein nächtliches Alkoholverbot für Münster | u-inside am 18. März 2010

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