Frauenquote WTF?

25. Juni 2010 in Gedanken

“Die Justizminister der Bundesländer wollen den Frauenanteil in Top-Positionen der Wirtschaft erhöhen. Um diesem Ziel näher zu kommen, streben sie eine Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände an.”

Quelle

Weiter unter der oben genannten Quelle kann man dann lesen, dass man sich eine schrittweise Einführung einer Frauenquote von 15 bis 20 auf 40 Prozent in Spitzenpositionen vorstellt. So also die Ideen der Politiker.

Und da frage ich mich doch: Was soll das? In meinen Augen ist das keine Gleichberechtigung. Das ist eine Bevormundung. In Führungspostionen sollten natürlich auch Frauen, wenn sie dafür qualifiziert sind. Aber man darf das doch nicht über solche Quoten erzwingen. Was ist jetzt wenn ein Unternehmen keine passenden Frauen für solche Positionen hat? Dann müssen unkompetente Frauen diese Jobs machen, weil die Firmen sonst mit Sanktionen zu rechnen haben? Das kann man doch nicht bringen.

Im Gegenzug ist der andere Fall natürlich auch dämlich: Es gibt super Frauen in einer Firma und sie werden einfach nicht befördert, weil Männer vorgezogen werden. Aber ist das nicht irgendwo das Problem der Firma? Dann wird die Firma eben weniger erfolgreich, weil sie die besten Frauen nicht nutzen. Aber helfen dagegen wirklich Frauenquoten? Wieso maßt sich die Politik überhaupt an entscheiden zu können wen Firmen befördern sollen?

Was denkt ihr darüber? Wann hört für euch Gleichberechtigung auf?







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9 Kommentare zu “Frauenquote WTF?”

  1. Kommentar von Stephan TPunkt am 25. Juni 2010

    Ich bin da ganz deiner Meinung:

    Kompetente Frauen haben die gleiche Rechte verdient wie auch Männer, warum auch nicht? Man darf Menschen nicht mehr in Gruppen einteilen, egal ob es um Männer & Frauen oder auch Weiße/Schwarze, Inländer und Ausländer oder Christen oder Juden geht.

    Quoten führen dazu, dass nicht die Besten, sondern die weiblichsten, schwärzesten oder was auch immer gewinnt.

    Vor allem fragt man sich doch dann, warum eine Frau diesen Job bekam, wegen ihrer Kompetenz oder ihres Geschlechts?

    Das frage ich mich unter anderem bei den Vorsitzendinnen der Grünen und Linken…

  2. Kommentar von Sascha am 25. Juni 2010

    Ich war auch noch nie ein Freund solcher Quoten. Wobei man als Mann natürlich wieder aufpassen muss, was man da sagt… da hast du es als Frau ein wenig einfacher

    Wie du schon sagst, sollte es einzig nach Qualität gehen. Wenn ein Unternehmen so blöd ist, auf Qualität zu verzichten, wird es die Quittung im Wettbewerb schon erhalten, denn dann geht die qualifiziertere Mitarbeiterin eben woanders hin.

    Umgekehrt: wenn ein Unternehmen durch eine Quote gezwungen wird, einen qualifizierteren Mitarbeiter aufgrund einer Frau abweisen zu müssen, geht dieser woanders hin und das Unternehmen erleidet einen vom Staat erzwungenen Nachteil, den es sich nicht selbst zuzuschreiben hat. Wo liegt da der Sinn?

    Ich finde es furchtbar, dass man in der Politik oftmals anscheinend immer noch der Meinung ist, dass Frauen sich nicht selbst durchsetzen könnten. Diese Einstellung in der Politik würde ich als Frau wahrscheinlich viel diskriminierender finden als so manche angebliche Schlechterstellung.

  3. Kommentar von Matthias am 25. Juni 2010

    So müssten sich talentierte und kompetente Frauen als Quotenweibchen abstempeln lassen. Die Quote ist diskriminierend.

  4. Kommentar von TiKaey am 25. Juni 2010

    Genau aus dem Grund bin ich auch gegen diese Quoten.

  5. Kommentar von buntklicker.de am 25. Juni 2010

    100% full ACK! Genauso isses. Wenn es denn mal eine Frau in eine verantwortungsvolle Position geschafft hat, heißt es sofort “Ach, die ist doch nur wegen der Quote da”. Das ist überhaupt kein Fortschritt, sondern der absolute Schwachsinn!

  6. Kommentar von Sven am 26. Juni 2010

    Ich weiß noch das wir in einer JUSO Sitzung mal dieses Thema hatten und die Frauen eindeutig gesagt haben, dass Frauenquoten eigentlich nicht zur Gleichberechtigung führen, sondern dass es die Position der Frauen abwertet, wenn sie nur durch eine Quotenregelung in diese Position gekommen sind. Deswegen bin auch ich ganz klar gegen eine solche Regelung, denn eigentlich haben die Frauen ja recht wenn sie sagen, dass ihre Arbeit und ihre Postion dadurch abgewertet wird.

  7. Kommentar von Nadine am 26. Juni 2010

    Dann sind wir uns ja einig.
    Ist hier keiner einer anderen Meinung? Ich würde gerne mal die Gegenseite mitsamt Argumenten hören. Vielleicht verstehe ich diese Seite dann etwas besser.

  8. Kommentar von zero_-_-cool am 28. Juni 2010

    Naja, das ist halt ein neues Finanzierungskonzept um irgendwelche Schulden abzubauen.^^
    Was denkt ihr passiert, wenn eine Firma diese Quote nicht erfüllen sollte?!?
    Ganz klar, es muss eine Ausgleichsabgabe bezahlen. Genau wie bei den Schwerbeschädigten auch.

    Ansonsten müssten die Politiker auch gleich noch andere Quoten einführen. Die Integrationsquote in Führungsebenen z. B. Dann müssen nicht nur min. 40 % weiblich sein, nein sondern auch noch einen Migrationshintergrund haben.

    Nein, der Staat muss sich jetzt mal entscheiden. Will er einen Kapitalismus oder will er den Sozialismus mit einhergehender Planwirtschaft. Wer die Wirtschaft derartig bevormunden will sollte sich auch ruhig den Kommunismus-Stempel aufdrücken lassen.

    Wenn es hier wirklich um Gleichberechtigung ginge, müsste der Staat ganz woanderst ansetzen. Er müsste in die Kindergärten gehen und in die Schulen, in die Heime der Eltern und sich um eine grundlegende Werteänderung bemühen. Er müsste Werte predigen und praktizieren wie Verständnis, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Mitgefühl etc. Dann wäre auch Gleichberechtigung kein Problem und man müsste nicht darüber diskutieren.

  9. Kommentar von Sandra am 28. Juni 2010

    Ich bin der Meinung, dass dieses Vorgehen wenig mit Gleichberechtigung zu tun hat. Frauen werden durch diese Quote dann bevorzugt. Aber ich möchte genommen werden, weil ich gut bin. Und nicht aus dem Grund, dass ich einen Frau bin Wenn es jedoch keine geeigneten Frauen gibt, sollen Männer diesen Job bekommen. Was bringen Frauen in Spitzenpositionen, die nichts drauf haben? DAs wirft viel eher ein schlechtes Licht als Frauen.

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