Nächtliches Alkoholverbot in Ba-Wü!

Geschrieben von Nadine am 1. März 2010 in Gedanken, Meckerstube

Manchmal finde ich es schon extrem lächerlich, wenn man sich anschaut wie Politiker manche Probleme “lösen wollen”. Lösen wollen in Anführungsstrichen, weil es eben keine Lösung ist.

Neustes Beispiel in Baden-Württemberg das Alkoholverbot zwischen 22 und 5 Uhr. Weder Supermärkte, noch Tankstellen usw. dürfen nachts Alkohol verkaufen.

Als Gründe, weshalb dieses Verbot angebracht ist, werden folgende genannt:

“Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Rüdiger Seidenspinner, erklärte, dass Alkoholkonsum und das Koma-Saufen unter Jugendlichen drastisch zugenommen hätten. Durch die neue Regelung wolle man auch “ein Stück weit die Gewaltproblematik bekämpfen”.”

Jetzt frage ich mich aber, als fast 24-jähriger Bundesbürger, weshalb ICH, in meinem Leben eingeschränkt werde, nur weil irgendwelche Idioten an Jugendliche Alkohol verkaufen.

Tolle Lösung ehrlich! Nur weil ihr keinen Weg findet, die Abgabe von Alkohol an Jugendliche zu kontrolllieren, kriegt einfach niemand Alkohol. Und das nennt ihr jetzt eine Lösung? Wollt ihr mich verarschen?

Es gibt so viele arbeitswillige Menschen da draußen und statt denen die Jobs zu geben, lasst ihr die Idioten, die den Alkohol an Minderjährige verkaufen ihren Job und bestraft alle Menschen in Ba-Wü. Super!

Da ist man stolz in Baden-Württemberg zu wohnen. NICHT!


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Faire Milch für glückliche Bauern!

Geschrieben von Nadine am 21. Januar 2010 in Gedanken

Gestern hab ichs im Radio gehört, bei Spiegel gibts die Infos wohl schon länger: Es gibt eine neue faire Milch!

Diese faire Milch ist etwas teurer als normale Milch. H-Milch soll im Handel für 89 Cent zu erwerben sein. Aber dafür erhalten die Milchbauern, die ja seit Jahren um einen höheren Milchpreis kämpfen, 40 Cent pro Liter in die eigene Tasche! Mit diesen 40 Cent können sie dann kostendeckend arbeiten und weiterhin Milch aus der Region für uns bereit stellen.

Denn wenn ich im Rewe Hessen wohl diese faire Milch kaufe, kommt sie von Milchbauern aus Hessen. Diese Milchbauern wiederrum versprechen ihre Tiere mit regionalen Gräsern etc. zu füttern und kein Gen-verzeuchtes Essen zu verabreichen. Das bedeutet für den Konsumenten, dass die Milch gesünder ist, mehr Vitamine enthält, was wiederrum gut füt unser Gesundheit ist.

Also praktisch ne runde Sache in sich.

Nun war ich aber mal neugierig und hab die Kommentare zu dem Spiegel-Artikel gelesen und fands wirklich interessant und lustig. Da herrscht ein regelrechter Krieg zwischen Milchbauern, Wissenden und Un-wissenden. Aber fragt mich nicht wer wer ist.

Auf der der anderen Seite wird aber gerade in den Kommentaren immer wieder erwähnt wieviele Subventionen die Bauern bekommen und wie kostengünstig man doch Milch produzieren könnte und dass 89 Cent völlig übertrieben wären. Auf der anderen Seite stehen dann die, die sagen man als Milchbauer im Moment nicht kostendeckend arbeiten kann und dass die 89 Cent Milch das beste ist was ihnen zur Zeit passieren konnte.

Irgendwann zwischen Seite 7 und 9 habe ich das lesen dann sein lassen, weil es doch immer nur die gleichen Argumentationsketten sind, die sich gegenüber stehen. Fakt ist für mich eigentlich, dass wem das zu teuer ist, es einfach nicht kaufen soll. Wer aber Wert darauf legt die regionalen Landwirte zu unterstützen und gesündere Milch zu kaufen, soll es investieren.

Vielleicht kommts auf längere Sicht wirklich günstiger, als wenn alle Milchbauern pleite gehen, sich dann irgendwelche riesigen Konzerne das Milch-Monopol schaffen und den Preis dann sowieso selbst diktieren können?! Dazu kommen noch die zusätzlichen Kosten fürs ALG für die Bauern.

Man weiß es ja nicht. Als Laie hat man da ja kaum einen Durchblick. Folgende Grafik habe ich noch gefunden, die die Zusammensetzung des Milchpreises zeigt. Wenn die Milchbauern nun wirklich 40 cent brauchen um kostendeckend arbeiten zu können, dann ist das natürlich schon krass, wenn einem 10 cent fehlen. Aber woher weiß ich auf der anderen Seite, dass sie wirklich 40 Cent pro Liter brauchen und nicht einfach nur einen höheren Gewinn erzielen wollen?!

Ich bin aber schon geneigt den Milchbauern zu glauben und ab und zu auch diese Milch einzukaufen. Und was sagt ihr jetzt dazu?


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Hallo Wegwerfgesellschaft!

Geschrieben von Nadine am 10. Januar 2010 in Gedanken

Vor kurzem habe ich auf Nightstorys von einem H&M Boykott gelesen. Da habe ich mich dann kurz gefragt, was ist denn da bitte los.

Wie man in verschiedenen Quellen nachlesen kann, hat die Modekette H&M in New York wohl Winterklamotten zerschnitten und sie weggeworfen, statt sie an Obdachlose zu verteilen. Das empört jetzt einige Menschen so sehr, dass sie H&M boykottieren wollen.

Finde ich an sich ne gute Sache, wenn man sich für was einsetzt und den wichtigen Menschen mal zeigt was man von so Aktionen hält. Die Frage ist an der Stelle nur, wieso sowas nicht publik gemacht wird? Oder habt ihr was davon mitgekriegt? Scheinbar scheint sich keiner drüber aufzuregen außer ein paar Mädels auf facebook.

Es ist auch wieder so ein bisschen wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Macht es wirklich was aus, wenn ICH aufhöre bei H&M ein zu kaufen?

Und wenn wir schon sowas boykottieren, wieso dann nicht andere auch. Boykottiern wir auch den Bäcker von neben an, der seine übrigen Brote nicht an Tafeln spenden! Oder Lebensmittelgeschäfte, die nicht spenden. Boykott.

Ich sag das extra so provokativ, weil ich gerne selbst auch mehr tun würde um zu helfen – Ich mich aber auch oft frage, inwiefern das hilft. Ich benutze jetzt Recycling-Klopapier, weil ich erfahren habe, dass auch für Klopapier Regenwälder gefällt werden. (Quelle) Das wusste ich vorher auch nicht. Hat mir keine Sau gesagt.

Die Frage ist dann eben wirklich, wieviel kann ich als einzelner bewirken? Gut, ich blogge jetzt darüber, vielleicht benutzt der eine oder andere von euch ab morgen auch Recycling-Klopapier. Das kostet übrigens genauso viel wie anderes günstiges WC-Papier. Aber hilfts?

Ich stehe auch im Lidl vo nem Regal und freue mich, wenn die Milch günstiger ist. An die Milchbauern denke ich dann nicht. Das hat halt alles zwei Seiten… Auf der einen Seite rege ich mich über was auf, drohe mit Boykott und auf der anderen Seite entscheide ich mich wieder für den einfachen Weg. Den Weg, den ich kenne.

Von vielen Schweinerein wissen wir doch gar nichts. Weil sich entweder keiner traut was zu sagen oder es eben unter den Tisch gekehrt wird.

Wie haltet ihr das? Spendet ihr? Kauft ihr Bio Sachen von Landwirten aus eurer Region? Was boykottiert ihr? Machen wir sowas nur um uns besser zu fühlen oder hilft das wirklich?


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Weihnachtsgeschenke – wer kriegt was?

Geschrieben von Nadine am 6. Dezember 2009 in Gedanken, Netzwelt

Ich habe ja vor kurzem erwähnt, dass ich schon alle Geschenke für Weihnachten zusammen habe, aber so wie ich das den Kommentaren dazu entnommen haben, sind noch nicht alle so weit wie ich. Ich finde es ja toll Sachen zu verschenken, über die sich die anderen dann freuen. Aber es gibt auch Weihnachtsgeschenke, die mehr tun, als nur kurz eine Freude zu bereiten.

Zum Beispiel gibt es Aktionen, wie von Susanne von Parfumkaufhaus.de, die vom Gesamtumsatz bis zum 31. Dezember 2009 3% an die deutsche Kinderkrebsstiftung spendet. Wer also sowieso vor hat Parfum zu Weihnachten zu verkaufen, hat so auch die Möglichkeit gleich noch etwas gutes zu tun.

Weitere Aktionen, die ich sehr schön finde, ist zum Beispiel eine Mitgliedschaft für Kinder vom WWF. So kann man Kinder für bestimme Themen sensibiliseren und sie bekommen auch noch mehrmals im Jahr ein Heft, Tierposter, etc zugeschickt.

Also viel Spaß beim Geschenke kaufen! Wenn ihr weitere Aktionen kennt, dann könnt ihr sie ja gerne als Kommentar nennen.


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Kinofilm 2012 und die ethischen Fragen

Geschrieben von Nadine am 24. November 2009 in Gedanken

Vorgestern war ich im Kino und zwar im neuen Weltuntergangsfilm 2012. Die Mayas haben ja für 2012 den Weltungergang hervorgesagt und genau das tritt in diesem Film auch ein. Ich weiß auch gar nicht, bis wohin man irgendwas von der Story erzählen kann, ohne zu viel vom Film zu verraten. Deswegen schicke ich gleich eine Warnung vorweg:

Ich werde spoilern und Details verraten! Wer den Film sehen will und nichts drüber wissen will, sollte nicht weiter lesen!

Gut, also kurz zur Story. Die Welt wird untergehen und nur eine bestimmte Auswahl an Menschen wird das überleben, weil nur für 400.000 Menschen Platz auf den Archen ist, die extra dafür gebaut wurden.

Die Frage ist natürlich: Welche Menschen nimmt man mit? Wer darf überleben? Wer muss sterben? Wer entscheidet also über Leben und Tod?

Der Film hat darauf teilweise sehr klare Antworten. Es überleben natürlich erstmal alle wichtigen Menschen, so wie Präsidenten, Staatsoberhäupter und die Reichen. Denn wer 1 Milliarde Euro pro Person zahlt, darf auch mit auf die Arche.

Auf der Arche an sich sind dann kleine Zimmer, vielleicht 6 Quadratmeter groß, pro Person eingerichtet. Man bemerkt immer wieder die großen Zwischenräume, Gänge etc, wo man sich einfach denkt: Da hätte es doch Platz für mehr Menschen. Man bekommt also die Botschaft, dass nicht nur reiche Menschen einen Weltungergang überleben werden, sondern, dass es für diese Menschen, dann auch noch möglichst bequem und schön sein soll, anstatt Platz für noch mehr Menschen zu schaffen.

Im Film wird das natrürlich als Stilmittel verwendet um die Kluft zwischen den Guten und den Bösen noch zu vergrößern. Denn die Guten setzen sich dann natürlich dafür ein, dass noch mehr Menschen auf die Arche kommen dürfen. Die Bösen können das gar nicht verstehen.

Aber generell geht es in diesem Film um Gut und Böse. Und Roland Emmerich schafft es doch immer wieder die Bösen sterben zu lassen. Der Mann der eine Affäre hat stirbt; der Mann der seiner Freundin vorspielt sie dürfte mit auf die Arche, sie dann aber in letzter Minute stehen lässt, stirbt; das durch Scheidung getrennte Ehepaar findet wieder zusammen, weil ihr neuer Mann stirbt usw.

Natürlich sind es schöne und eindrückliche Bilder, wenn die ganzen Naturschauspiele geschehen, aber der Film wirft mehr Fragen auf, als nur die kurze Zeit in der man ihn sieht.

Es geht um die ehtischen Fragen, die oft gestellt werden. Gibt es eine 2-Klassen-Gesellschaft? Kann man dagegen ankommen? Gibt es bessere und schlechtere Menschen? Darf der Mensch über Leben und Tod entscheiden? Wenn die Welt untergehen würde, würde man es uns wirklich nicht sagen? Entscheidet Geld über leben und sterben?

Die letzte Frage haben wir uns auch vor kurzem in der Vorlesung Krebsprävention gestellt. Es gibt ja die Impfung für junge Mädchen zwischen 12 – 17 gegen HPNV-Virus, das bekanntlich Gebärmutterhalskrebs auslöst. Diese drei Impfungen, die man als Schutz und als Krebsprävention erhalten kann, kosten zusammen um die 450 Euro. Jetzt darf man sich gut und gerne überleben wie sozial schlechter gestellte Menschen das aufbringen sollen. Alleine der Hartz4 Regelsatz für einen Erwachsenen ist geringer. Der für Kinder ja sowieso. Also woher soll man dieses Geld nehmen? Entscheidet Geld über die Krebsprävention???

Natürlich ist es “nur” ein Film, aber die Gedanken die darin aufgegriffen werden sind einfach brisant und auch die Umsetzung, bzw. das “Gott spielen”, ist in diesem Fall sehr stark, ja sogar zu stark ausgeprägt. Aber wie würden die Menschen wirklich reagieren bei einer Katastrophe bei der alle betroffen wären?

Der Film macht definitiv nachdenklich… Oder?


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