Ich frage mich ja des öftern was Liebe und Hochzeit in der heutigen Zeit noch an Bedeutung hat. In meinem Feedreader fand in den letzten Wochen ein wahrer Heiratsmarathon statt. Eine nach der anderen hat geheiratet oder heiratet noch kirchlich. Und man freut sich einfach mit.
Man freut sich, dass es da draußen zwei Menschen gibt, die sich gesucht und gefunden haben und den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen.
Aber dann zeigen uns die Medien wieder ein gegenteiliges Bild auf. Sowieso heiratet in Hollywood ja jeder jeden und auch eine Scheidung ist kein Problem, schließlich gibts ja einen Ehevertrag. Und dann sehen wir immer und immer wieder das selbe Bild. Zwei Promis verlieben sich, heiraten innerhalb des ersten Jahres und lassen sich wieder scheiden.
Da sollte man doch meinen, dass nach den vielen Schlammschlachten-Scheidungen auch die Hollywood-Stars mal dazu lernen sollen. Aber die Jüngeren machen es einfach nach. Scarlett Johansson heiratet und ist dabei kaum ein Jahr älter ist, geschweige denn länger mit ihrem Freund zusammen als ich.
Klingt das jetzt böse, wenn ich sage, dass ich wette, dass sie bevor sie ihren 30. Geburtstag erreicht hat das erste mal geschieden ist?
Klar will ich niemandem vorschreiben, wann und wen er zu heiraten hat und ich will auch nicht sagen, dass grundsätzlich Ehen, die man früh schließt scheitern. Aber ich frage mich doch, was für einen Wert die Ehe denn dann heute noch hat?
Wie ich drauf komme? Hab heute gelesen, dass Boris Becker doch nicht heiratet und sich wohl getrennt hat. Und dann frag ich mich halt doch, ob Ehe einfach nur noch dazu gehört oder doch ernst gemeint ist, mit der Hoffnung auf die wahre und ewige Liebe…
Zelebrieren deshalb Stars ihr Hochzeit öffentlich? Weil sie beweisen müssen, dass sie lieben können, geliebt werden und die Hoffnung haben? Wie traurig ist es denn dann, wenn die ganze Welt zuschaut, wie alles wieder zerbricht?
Und wir “Normalos” machen es doch auch nicht besser, wenn man sich die Scheidungsstatistik anschaut. Also was ist Ehe??