Apr
10.

Mein schlimmstes Bewerbungsgespräch

“Es gibt keine dummen Fragen - nur dumme Antworten.”

Das ist so eine Feststellung, die ich nach jahrelanger Erfahrung als lebender Mensch eigentlich widerrufen möchte Das stimmt nämlich nicht… Die gibst schon. In der Blogparade von Blogaboutjob.de geht es um dumme Fragen. Genau genommen um dumme Fragen im Bewerbungsgespräch.

Als ich die Beschreibung zur Blogparade gelesen habe ist mir gleich das dümmste Bewerbungsverfahren eingefallen, das ich je hatte. Ich erinne mich zwar an keine Frage an sich, aber das ganze drum herum war so dumm, darüber muss ich einfach bloggen, ob das jetzt haargenau zur Parade passt, soll der Paradenersteller doch selbst bestimmen.

Ok - legen wir los: Ich war eingeladen zu einem Bewerbungsverfahren auf einem Amt. Ich sage nicht welches Amt, aber ich fand das was sich dort ereignet hat war einfach typisch für ein Amt.

Das ganze hat in einer anderen Stadt stattgefunden, deswegen irrten meine Mutter, die mich gefahren hat, erstmal eine Weile durch die Gegend, bis wir schließlich die richtige Straße gefunden hatten - den Zeitdruck im Nacken. Vor dem genannten Raum saßen dann auch schon andere Bewerber. “Aha”, dachte ich mir, “Die hörn sich wohl mehrere Leute an”. Eigentlich Normal, oder? Ich war trotzdem irritiert, denn in der Einladung wurde nichts von einer Massenveranstaltung beschrieben.

Püntklich wurden wird dann in den Raum gerufen, dort saßen 4 Menschen, wir setzen und im Halbkreis vor diesem Tisch. Die 4 Personen haben sich dann auch vorgestellt, mit Name und Funktion im Amt und haben noch ein bisschen was zum Ausbildungsplatz erzählt. Dann konnten wir uns vorstellen. Name, kurzer Lebenslauf bla… Das übliche eben. Kennt man ja

Dann wurde uns als mitgeteilt, dass es sich hierbei um ein kleines Assessmentcenter handelt. Wir sollten im Team verschiedene Aufgaben lösen, dabei wurden wir beobachtet und bewertet, anschließend sollten wir unsere Ergebnisse dann vortragen. Soweit ganz gut.

Danach wollten sie mit jedem einzeln sprechen. Wer konnte jetzt damit rechnen, dass sich alle 4 Personen, alle 12 eingeladenen Leute zusammen anhören. Wir saßen also vor dem Raum und einer nach dem anderen konnte reingehen, hatte sein persönliches Gespräch und konnte dann heim gehen. 12 Leute… ihr könnt euch denken wie lang ich vor diesem dummen Raum gesessen bin, denn ich war die vorletzte.