Mai
15.

Essen sollte warm und vorhanden sein!

Normalerweise bin ich ja echt mit dem Essen in der Mensa zufrieden. Es ist gut, günstig und man muss nicht abspülen. Das Essen wiederholt sich auch nicht sonderlich oft, sodass man doch sehr abwechslungsreich speisen kann.

Aber dann gibt es so Tage wie heute, da kommt es einem so vor, als wäre das ihr erster Tag in dieser Besetzung und als wüssten sie absolut nicht was auf sie zu kommt. Alles geht schief und man denkt sich nur “eigentlich wollte ich doch nur eine Kleinigkeit essen”.

Ihr müsst wissen, es gibt zwei Zeiten an denen wirklich viele Studenten kommen. Die erste Ansturm ist um 12 Uhr und der nächste um 13.30 Uhr. Wenn man genau zu diesen Zeiten dort erscheint, muss man mit langen Wartezeiten rechnen, da die Schlangen voll sind, das Essen zwischendurch mal ausgeht, usw. Dafür ist das Essen dann aber meistens warm, wenn man es bekommt. Nachdem man aber gezahlt hat, ist es oft schon wieder kalt, da trotz der “Höchstsaison” nicht alle Kassen besetzt sind. Aber ok, daran habe ich mich gewöhnt und gelernt zu akzeptieren…

Heute waren wir zur zweiten Ansturmszeit da, nämlich kurz nach 13.30 Uhr. Die Mensa war erstaunlich leer und wir haben uns wirklich auf unser Essen gefreut. Aber was ist dann los? Wir stehen an Ausgabe 1 (Spinat und Rührei)… Große Diskussion… Die Töpfe sehen aber leer aus… Ratlose Gesichter… Niemand an der Ausgabe, bis die Ansage kam: “Spinat gibts nicht mehr.”

Toll! Wie kann es denn sein, dass ein Gericht schon kurz zum zweiten Verkaufshöhepunkt des Tages ausgeht? Wer hat das denn mal wieder koordiniert?

Wir haben dann auch die Ausgabe gewechselt und wollten Nudeln mit Tomatensoße essen (also DER Studentenfraß schlechthin)… Als wir dort angekommen sind waren die Töpfe auch leer. Fast hätte ich wirklich zu fluchen angefangen, mein Tablett wild durch die Gegend geschmissen und mich in Hulk verwandelt, bis gesagt wurde: “Wird nachgekocht und ist in 2 Minuten fertig.”

Aber ich sags euch: Glaubt denen nicht alles was sie erzählen. Als die Tomatensoße fertig war, gabs immernoch keine Nudeln… Das dauerte dann wieder eine Weile und nach unzähligen Stunden (vielleicht auch Minuten… ) bin ich dann doch noch zum Essen gekommen.

Und wenn ich jetzt so darüber schreibe, kriege ich doch glatt wieder Hunger und mach mir erstmal einen Kaffee und esse selbstgemachten Rhabarberkuchen von Oma. Wenigstens ein highlight an diesem sonst so trostlosen Tag!

PS: Kann es sein, dass kein Essen zu haben mich ziemlich aggro macht?



Mrz
17.

Alles ist anders als geplant (1. Tag)

Irgendwie habe ich den Tag anders geplant, als nun abgelaufen ist. Nicht weiter tragisch, aber erwähenswert.

Heute morgen war meine erste Vorlesung das “Anamnesegespräch” bei einem Prof, dem ich sehr gerne zuhöre. Im Anamnesegespräch selbst wird ja die Erkrankungsvorgeschichte besprochen, also welche Ursachen haben dazu geführt, dass sich ein Mensch auf eine bestimmte Art verhält. Wir lernen nun, wie man in einem ersten Gespräch am meisten aus den Menschen rausquetscht. Sehr spannend! Und ich freue mich auch auf den weiteren Verlauf dieses Seminars.

Danach hatte ich eine Freistunde… Da haben wir dann beschlossen, dass wir die letzte Vorlesung vom Montag auf den Dienstag verschieben, da sie zweimal angeboten wird. Das hieß dann also, der Montag war zumindest Studienmäßig abgeschlossen.

Zum Mittagessen habe ich mich dann mit zwei Freundinnen in der Mensa getroffen. Und das war echt wahnsinn wie leer die Mensa war. Ich glaube es gibt wirklich viele, die ihr Semester etwas später beginnen lassen. Das Essen war wie immer kalt, aber es war mal wieder schön einfach so in einer ungemütlichen Atmosphäre zu quatschen.

Jetzt komme ich gerade vom einkaufen, habe endlich wieder einen vollen Kühlschrank und halte jetzt ersteinmal Siesta.