Feb
8.

3. Praktikumstag: ALG 2

Gestern an meinem 3. Tag im Praktikum habe ich mich sehr intensiv mit Hartz 4, also ALG 2 beschäftigt. Bis jetzt habe ich mich damit nur in den Vorlesungen beschäftigt, indem wir das SGB 2 durchgearbeitet und an diversen Beispielfällen den Anspruch berechnet haben. Nun sieht das in der Realität aber ganz anders aus, was ich schmerzlich erfahren musste.

Viele Menschen, die in die Beratungsstelle kommen, kommen mit ihrem ALG2 nicht klar. Entweder weil sie lange auf ihr Geld warten mussten und sich so Schulden angehäuft haben oder weil es so einfach nicht reicht. Das wird anhand eines Monatlichen Haushaltplanes festgestellt und ich bin erstaunt wie viele Menschen im Endeffekt bei der Differnz zwischen Einkommen und Ausgaben ein fettes Minus stehen haben.

Am Nachmittag habe ich dann mit einem jungen Mann mein erstes Hartz 4 Formular ausgefüllt. Natürlich für ihn, nicht für mich Das Formular hats schon in sich. Klar, es fragt alle Daten ab, die man für die Berechnung braucht, aber total seltsam. Da werden Zitate aus dem SGB benutzt, man bekommt 25 Blätter in die Hand gedrückt und darf erst mal schauen, welche man überhaupt ausfüllen muss. So sollte es ja eigentlich nicht sein. Die Herren und Damen auf dem AA sind bestimmt viel beschäftigte Beamte, aber ein wenig kann man den Menschen doch auch helfen. Oder? Menschlichkeit und so.

Auf jeden Fall war mein 3. Tag sehr abwechslungsreich und eindrucksvoll. Ich habe viel neues erfahren und gesehen…

Und heute, an meinem 4. Tag beschäftige ich mich etwas intensiver mit der Schulsozialarbeit. Arbeite mich durch ein Buch, lese die Jahresbilanz usw. Büro Kram eben


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Feb
7.

2. Tag: Schulsozialarbeit ohne Schüler

Gestern war mein zweiter Tag im Praktikum und dieses mal war ich in der Schulsozialarbeit tätig. Einer meiner 2 Anleiter arbeitet nämlich nicht nur in der Caritas in der Sozialpädagogische Familienhilfe, sondern auch als Schulsozialarbeiter im Technischen Schulzentrum HN tätig.

Dieses Schulzentrum, umfasst 2 Schulen, die WMS und die JJWS, d.h. zusammen umfassen sie circa 5000 Schüler und 130 Lehrer. Wies der Name schon sagt, dort geht es technisch zu. Viele Azubis aus technischen Berufen haben dort ihren 1 Tag die Woche Unterricht, dort befindet sich auch das Technische Gymnasium (TG), das Beruf-Vorbereitungs-Jahr (BVJ), das Berufs-Einstiegs-Jahr (BEJ), das Berufskolleg usw.

Dementsprechend könnt ihr euch vielleicht ausmalen wir groß das ganze ist und wie gut ich mich dort zurecht finde… Ok - einmal den Weg gezeigt, habe ich sofort wieder ins Schulsozialarbeits-Zimmer gefunden! Aber ich möchte dort nicht irgendwo ausgesetzt werden, nach dem Motto: Finde mal den Ausgang.


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Feb
5.

Das Ergebnis des ersten Tages:

Die Erkenntnis, dass es eingeschränkte Haltevebotszonen gibt. Ha! Wieder was gelernt. Und soll ich euch was sagen: Wenn man da parkt, aber man darfs ja gar net, dann kostet das 15 Euro.

Auf jeden Fall bin ich durch die Heilbronner Bahnhofsgegend gegurkt und habe nach einem legalen Parkplatz gesucht. Nach langem Rumgefahre habe ich zu guter Letzt diese eine Straße entdeckt, an der kein Schild war. Ich so: “Haja super! Endlich” und hab mich da hingestellt. Habe extra geschaut, ob auch ja kein Schild da steht und da war nichts. Gegenüber, also auf der anderen Starßenseite war ein eingeschränktes Halteverbot Schild, also war mir klar: Wenn auf dieser Seite auch ein Haltevebot wäre, müsste da ein Schild sein. Logisch oder?

Nach meinem Praktikum bin ich dann wieder zum Auto und dann war er da: Mein allererster Strafzettel. Bombe - hab ich mich gefreut - wie bei allem was man zum ersten mal erlebt. Zum ersten mal hinfallen, zum ersten Mal krank sein, zum ersten mal Arm gebrochen, um ein paar weitere Dinge zu nennen.

Mir war natürlich nicht klar, wieso ich diesen Strafzettel nun bekomme hatte und da ich eh nochmal um den Block fahren musste habe ich dort das Schild mit “Eingeschränkter Haltevebotszone” entdeckt. So eine dumme Erfindung! Das ist genauso hirnlos, wie das Ende einer 30er-Zone auf der linken Seite zu beenden.

Und vor allem: Wieso machen die auf die eine Straßenseite in der Zone trotzdem das Schild und auf die andere nicht, ist doch klar, dass das jeden verwirrt!! Damit machen die bestimmt jeden Tag Geld. Argh… Das ist doch die pure Veraschungsnummer. Geldgeilen Ar****.

Aber: Mein Tag war ansonsten sehr interessant, eindrucksreich und abwechslungsreich. Ich muss mir gleich die ersten Notizen machen, sonst vergesse ich bestimmt alles wieder Außerdem brauche ich Material für die Hausarbeit darüber.


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Jan
30.

Morgen ist schon das Zweite mal der große Tag

Morgen habe ich die zweite und letzte Klausur. Das klingt jetzt wenig, aber dafür schreibe ich nächstes Semester eine 4-fach-Klausur mit 2 Vorlesungen aus dem ersten und 2 Vorlesungen aus dem zweiten Semester. Ich glaube das wird echt der Horror Tod. Na ja, mal abwarten

Aber wie gesagt, morgen schreibe ich Sozialhilferecht oder auch Grundsicherungsrecht Im Prinzip gehts darum, wer warum wieviel ALG 2 bekommt. Das berechnen wir dann, begründen es mit ein paar Paragraphen und das wars dann auch schon. Ich habe im Moment keine wirkliche Angst davor, da ich es eigentlich beherrsche und irgendwie nichts so brutal schwieriges dran kommen kann, da wir nur 75 Minuten Zeit haben.

Ok - man daf es nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es fallen immer verdammt viele durch, weil sie es zeitlich nicht schaffen. Wobei diese “Wiederholer” uns gesagt haben, dass der jetzige Dozent es viel besser erklärt, viel besser als alle vorherigen.

Ihr seht also, ich mach hier schön verrückt… und damit ich trotzdem auf der sicheren Seite stehe, treffe ich mich gleich wieder mit meiner Lerngruppe. Und das ist auch die Erklärung weswegen ich zur Zeit nichts bloggen, ich erlebe nichts, außer, dass ich lerne, mal einkaufen gehe oder zum Essen in die Mensa schlappe.

Ich hoffe, das wird dann ab nächster Woche anders… im Praktikum.


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Jan
22.

Semesterferien? Nee Praktikum!

Noch knapp 2 Wochen, dann ist mein erstes Semester rum. Die Zeit verging einfach wie im Flug, ich erinnere mich noch zu gut an den ersten Tag, die Aufregung und den ganzen Stress ohne Internet. Und dann habe ich schon Semesterferien. Nein - keine Ferien, ich bin im ersten Praktikum!

In den meisten FHs ist es so, dass ma ein Praxissemester absolviert. D.h. man ist ein Semester im Praktikum statt im Vorlesungssaal. Bei uns hier an der FH ist das ein wenig anders: Es gibt 2 Praktikas, die je 4-Wochen dauern und in den Semesterferien statt finden. Ein Sozialpädagogisches und ein sozialadministratives.

Nach dem ersten Semester erfolgt das pädagogische, mit anschließendem 10-Seiten Bericht, den man sofort nach den Ferien abgeben darf / muss. Dann erfolgt die Nachbereitung in einer Vorlesung, d.h. 1,5 Zeitstunden pro Woche, in denen die einzelnen Studenten dann ihr Praktikum vorstellen und den Bericht vorlesen? Keine Ahnung, ich denke das bekommen wir noch genau gesagt

Ich gehe also ab Dienstag, den 5. Februar ins Praktikum zur Caritas für 4 Wochen, d.h. 120 Zeitstunden. Parallel schreibe ich, wie gesagt, den Bericht und dazwischen stelle ich mir vor, ich hätte etwas Freizeit…

Mein Praktikum wird trotz mangelnder Erholung total klasse, ich war erst gestern beim Vorstellungsgespräch und habe auch gleich die Zusage bekommen. Ich werde von 2 Sozialarbeitern betreut, die beide Beratungsgespräche führen, darf bei der Schulsozialarbeit dabei sein, zu betreuende Familien besuchen, eventuell in ein Jugendhaus und die Schwangerschaftsberatung hineinschnuppern. Das klingt so spannend und abwechslungsreich, ich glaube ich hätte es echt nicht besser treffen können!

Ich freu mich total und hoffe, das wird auch so spannend wie sich das anhört und die mir das geschildert haben, aber ich bin doch eigentlich sehr optimistisch Außerdem sind das Bereiche, die ich noch gar nicht kenne. Mal abwarten wies wird, ich werde hier sicherlich darüber berichten!


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