Gestern an meinem 3. Tag im Praktikum habe ich mich sehr intensiv mit Hartz 4, also ALG 2 beschäftigt. Bis jetzt habe ich mich damit nur in den Vorlesungen beschäftigt, indem wir das SGB 2 durchgearbeitet und an diversen Beispielfällen den Anspruch berechnet haben. Nun sieht das in der Realität aber ganz anders aus, was ich schmerzlich erfahren musste.
Viele Menschen, die in die Beratungsstelle kommen, kommen mit ihrem ALG2 nicht klar. Entweder weil sie lange auf ihr Geld warten mussten und sich so Schulden angehäuft haben oder weil es so einfach nicht reicht. Das wird anhand eines Monatlichen Haushaltplanes festgestellt und ich bin erstaunt wie viele Menschen im Endeffekt bei der Differnz zwischen Einkommen und Ausgaben ein fettes Minus stehen haben.
Am Nachmittag habe ich dann mit einem jungen Mann mein erstes Hartz 4 Formular ausgefüllt. Natürlich für ihn, nicht für mich
Das Formular hats schon in sich. Klar, es fragt alle Daten ab, die man für die Berechnung braucht, aber total seltsam. Da werden Zitate aus dem SGB benutzt, man bekommt 25 Blätter in die Hand gedrückt und darf erst mal schauen, welche man überhaupt ausfüllen muss. So sollte es ja eigentlich nicht sein. Die Herren und Damen auf dem AA sind bestimmt viel beschäftigte Beamte, aber ein wenig kann man den Menschen doch auch helfen. Oder? Menschlichkeit und so.
Auf jeden Fall war mein 3. Tag sehr abwechslungsreich und eindrucksvoll. Ich habe viel neues erfahren und gesehen…
Und heute, an meinem 4. Tag beschäftige ich mich etwas intensiver mit der Schulsozialarbeit. Arbeite mich durch ein Buch, lese die Jahresbilanz usw. Büro Kram eben 
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Ok - einmal den Weg gezeigt, habe ich sofort wieder ins Schulsozialarbeits-Zimmer gefunden! Aber ich möchte dort nicht irgendwo ausgesetzt werden, nach dem Motto: Finde mal den Ausgang. 
Hier bloggt: Nadine, 22 Jahre alt, glücklich vergeben und studiert an der Hochschule Darmstadt "Soziale Arbeit". 








